Bedeutung von Screencasting
Das Aufzeichnen und Kommentieren des Geschehens am Bildschirm als Videofilm (Screencasting) ist dank heutiger Technik einfacher geworden und läßt sich für vielfältige Zwecke einsetzen: Für einfache Videobotschaften, zur Einführung in eine Website oder für Lernhilfen im Computerbereich. Das Angebot von Videotutorials wird immer umfangreicher (z. B. über 1.400 kostenlose Videos bei Sempervideo).
Produktionstechnik
Die Produktionstechnik professioneller Screencasts ist aufwendig. Sempervideo hat sie in einem 20-minütigen Film dokumentiert. Obwohl hier nur kostenlose Software verwendet wird, werden Anfänger von einer Screencastproduktion in dieser Form wohl eher abgeschreckt.
Für sie geht es nun auch einfacher z. B. mit den Programmen Jing und Screenr, die ich in kurzen Videofilmen schon vorgestellt hatte (Videohilfe zu Jing, Videohilfe zu Screenr).
JING und SCREENR: Tabellarischer Vergleich
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JING
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JING Pro
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SCREENR
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| Software |
frei, Installation
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14,95 $ pro Jahr
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frei, Webanwendung
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| Webspace |
2 GB frei incl. 2 GB Transfer/Monat
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wie bei Jing
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keine Einschränkung
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| Webspace plus |
25 GB + 200 GB Transfer/Monat 10 $/Monat
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wie bei Jing
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keine Einschränkung
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| privater Webspace |
möglich
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möglich
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nein, alles öffentlich
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| max. Videolänge |
5 Minuten
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5 Minuten
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5 Minuten
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| Videoqualität |
verlustfrei, Flash; SWF- Format
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verlustfrei, SWF- und MPEG4-Format
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verlustfrei, Flash, 16:9
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| Videonach-bearbeitung |
nein
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ja
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ja
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| Download-möglichkeit |
als SWF-Film
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als SWF- und MPEG4- Film
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als MP4-Film
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| direkter Download auf PC |
ja
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ja
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ja
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| Angabe Embedded Code |
ja
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ja
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ja
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| Angabe URL |
ja
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ja
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ja
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| direkter FTP-Transfer |
ja
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ja
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nein, nur manuell
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| direktes Hochladen zu Youtube |
nein
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ja
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ja
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| direkte Twitter-Verbindung |
nein, nur manuell möglich
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nein, nur manuell möglich
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ja
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| Aufnahmen von Webkamera |
nein
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ja
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?
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| Screenshot u. Bildnach-bearbeitung |
ja
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ja
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nein
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Produktionsergebnisse
Mit beiden Programmen lassen sich technisch hochwertige Filme von maximal 5 Minuten Länge erstellen. Besonders bei Vollbilddarstellung sieht man fast das Original: Im Vergleich zu früheren Youtube-Videotutorials hervorragend.
Programmmerkmale
Beide Programme und ein entsprechender Webspace zur Speicherung der Filme sind kostenlos; Screenr als Webanwendung (Anmeldung lediglich mit dem Twitter-Account) und Jing als Installationsprogramm (Registierung erforderlich).Beide Programme können mit Windows- und Mac-Rechnern betrieben werden.
Jing hat allerdings den Webspace auf 2 GB und den Transfer auf 2 GB/Monat begrenzt. Daüber hinaus gibt es noch die Version Jing Pro (14,95 $ pro Jahr) mit mehr technischen Möglichkeiten und die Möglichkeit, bei der Firma screencast.com mehr Webspace und mehr Transfer zu ordern. Diese vielfältigen Möglichkeiten sind im Gegensatz zu Screenr für Anfänger vielleicht verwirrend, haben jedoch einen nicht zu unterschätzenden Vorteil bezüglich der Öffentlichkeit bzw. Privatstellung der Videos.
Bei Screenr sind alle Videos, ähnlich wie Tweets öffentlich. Hat man den Link zu einem Screenr-Video erhalten, sieht man auch alle anderen Videos des betreffenden Erstellers. Im Bereich "Public Stream" werden die letzten 150 neuen Filme und auch neue Sreenr-Members präsentiert. Bei Jing kann man je nach Wahl Videos öffentlich oder privat stellen.
Produktionstechniken
Die eigentlichen Aufzeichnungstechniken sind bei beiden Programmen sehr ähnlich und gleich gut. Lediglich die Steuerung unterscheidet sich. Während bei Jing das Steuerungszentrum als "Sonne" am Bildschirmrand erscheint, muss man bei Screenr das Browserfenster dieses Webprogramms geöffnet halten bzw. irgendwo "verbergen". Selbst bevorzuge ich die etwas ungewöhnliche, aber praktische Jing-Lösung.
Nachbearbeitung und Verteilen der Videofilme
Wer Videofilme nachbearbeiten möchte, kann nur zwischen Jing Pro und Screenr wählen, da die kostenlose Jing-Version nur mit dem Filmformat SWF aufzeichnet. Jing und Jing Pro bieten im Gegensatz zu Screenr einen direkten FTP-Transfer an, während Screenr eine hervorragende Twitteranbindung bereitstellt.
Zusatzmöglichkeiten von Jing
Bei Jing kann auch eine Webkamera für die Videoaufzeichnung eingesetzt werden. Darüberhinaus können auch Screenshots vom Bildschirm erstellt und mit farbigen Markierungen und Text versehen werden.
Mein Fazit
Wer schnell ein eigenes Screencast aufzeichnen und dieses in der Twitterwelt teilen möchte, für den ist Screenr die bessere Wahl.
Wer Filme auch privat stellen möchte, sollte Jing mit dem kostenlosen 2 GB Webspace benutzen. Wer darüberhinaus Jing-Filme weiterbearbeiten oder direkt zu Youtube hochladen möchte, muss Jing Pro (14,95 $/Jahr) kaufen.
Ich empfehle, beide Programme (Screenr und Jing/Jing Pro) auzuprobieren und eventuell je nach Anwendungszweck parallel einzusetzen.